Die FIFO-Methode (First In, First Out) unterstellt bei der steuerlichen Gewinnermittlung von Krypto-Verkäufen, dass die zuerst gekauften Coins auch zuerst wieder verkauft werden.
Wer Kryptowährungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und Preisen gekauft hat und nur einen Teil davon verkauft, muss festlegen, welcher Kauf dem Verkauf zugeordnet wird – das beeinflusst direkt den zu versteuernden Gewinn.
In Deutschland ist die FIFO-Methode die von der Finanzverwaltung anerkannte Standardmethode für die Ermittlung des Veräusserungsgewinns bei Kryptowährungen, sofern keine eindeutige individuelle Zuordnung der einzelnen Coins möglich ist.
Die Methode ist besonders relevant im Zusammenspiel mit der einjährigen Haltefrist nach Paragraph 23 Einkommensteuergesetz: Nur wenn die nach FIFO zugeordneten Coins länger als ein Jahr gehalten wurden, bleibt der Gewinn steuerfrei.


